Kinder haben Anspruch auf mehr Unterhalt - Die neue ?Düsseldorfer Tabelle" seit dem 1. Januar 2016 ? - Rechtsanwältin Herman

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Rechtsanwältin Helicia H. Herman zum Thema Kinder haben Anspruch auf mehr Unterhalt - Die neue ?Düsseldorfer Tabelle" seit dem 1. Januar 2016 ?


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Kinder haben Anspruch auf mehr Unterhalt - Die neue ?Düsseldorfer Tabelle" seit dem 1. Januar 2016 ?

Abstract
Das Oberlandesgericht Düsseldorf gibt in regelmäßigen Abständen eine sog. „Düsseldorfer Tabelle“ heraus. Gerichte in Deutschland bemessen Unterhaltsansprüche von Kindern hiernach. Die Tabelle gliedert sich in Einkommensstufen (der Unterhaltspflichtigen) und in Altersklassen der Kinder. Bei den regelmäßigen Überarbeitungen werden Unterhaltssätze angehoben und aktuellen Gegebenheiten angepasst. Die Erhöhung der Bedarfssätze beruht auf der Verordnung zur Festlegung des Mindestunterhalts minderjähriger Kinder nach § 1612a BGB (Mindestunterhaltsverordnung). Die letzte Anhebung erfolgte zum 1.

Das Oberlandesgericht Düsseldorf gibt in regelmäßigen Abständen eine sog. „Düsseldorfer Tabelle“ heraus. Gerichte in Deutschland bemessen Unterhaltsansprüche von Kindern hiernach. Die Tabelle gliedert sich in Einkommensstufen (der Unterhaltspflichtigen) und in Altersklassen der Kinder. Bei den regelmäßigen Überarbeitungen werden Unterhaltssätze angehoben und aktuellen Gegebenheiten angepasst. Die Erhöhung der Bedarfssätze beruht auf der Verordnung zur Festlegung des Mindestunterhalts minderjähriger Kinder nach § 1612a BGB (Mindestunterhaltsverordnung). Die letzte Anhebung erfolgte zum 1. August 2015.
Nunmehr gibt es eine neue Düsseldorfer Tabelle seit dem 1. Januar 2016. Hiernach haben Trennungskinder in Zukunft Anspruch auf mehr Unterhalt.
Der Mindestunterhalt minderjähriger Kinder beträgt danach seit dem 01.01.2016 bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres (1. Altersstufe) 335 Euro statt bisher 328 Euro, vom siebten bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres (2. Altersstufe) 384 Euro statt bisher 376 Euro und vom 13. Lebensjahr bis zur Volljährigkeit (3. Altersstufe) 450 Euro statt bisher 440 Euro monatlich.
Dies sind die Mindesbeträge – je nach Einkommensklasse erhöhen sich selbstverständlich auch die Beträge für Unterhaltspflichtige höherer Einkommensstufen.
Zum 01.01.2016 wurde daneben auch der Bedarfssatz eines studierenden volljährigen Kindes, das nicht bei seinen Eltern oder einem Elternteil wohnt, angehoben. Er beträgt nunmehr 735 Euro, inkl. eines Wohnkostenanteils von 300 Euro. Der bisherige Bedarfssatz von 670 Euro galt bereits seit dem 01.01.2011.
Bestehende Unterhaltstitel sollten dahingehend überprüft werden, ob eine Anpassung automatisch erfolgt oder ob eine Abänderung des Titels notwendig ist. Der Unterhaltsanspruch ist ein Anspruch des Kindes gegen sein Elternteil – der jeweils betreuende Elternteil sollte sich nicht scheuen, diesen geltend zu machen.
RAin Helicia Herman
22. Januar 2016

Autor: Rechtsanwältin Helicia H. Herman



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