Beratungshilfe im Sozialrecht - Rechtsanwalt Zeeb

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Rechtsanwalt Daniel Zeeb zum Thema Beratungshilfe im Sozialrecht


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Beratungshilfe im Sozialrecht

Abstract
Möglichkeit einer kostengünstige Rechtsberatung und Vertretung für Einkommensschwache Bürger durch die Gewährung von Beratungshilfe.

Gerade im Sozialrecht (Streitigkeiten über jegliche Sozialleistungen des Staates wie Arbeitslosengeld I und II, Renten, gesetzliche Krankenversicherung, Unfallversicherung, Sozialhilfe, Schwerbehindertenrecht, Pflegeversicherung, Kinder- und Jugendhilferecht, BAföG, usw.) ist es dem Bürger auf Grund zu geringem Einkommen oder zu geringer Mittel oft nicht möglich einen Rechtsanwalt zu beauftragen und dadurch seine Rechte gegenüber den Behörden durchzusetzen.

Für Beratungen im außergerichtlichen Bereich sowie für Vertretungen im Widerspruchsverfahren stellt der Staat jedoch hierfür Beratungshilfe zur Verfügung (ähnlich der Prozesskostenhilfe für das gerichtliche Verfahren). Dies betrifft nicht nur Empfänger von Sozialleistungen, auch normal verdienende Bürger können Beratungshilfe erhalten, wenn ihrem Einkommen entsprechende Belastungen gegenüberstehen, die bei der Gewährung der Beratungshilfe zu seinen Gunsten berücksichtigt werden können. Wer insbesondere eine hohe Miete zahlen muss, Unterhalt für Verwandte leistet und Kredite zurückzahlt, dem bleibt häufig nicht mehr sehr viel Geld zum Leben - und genau das ist die Situation, in der für Sie Beratungshilfe in Frage kommt.

Die Beratungshilfe wird durch die Amtsgerichte bei rechtlichen Problemen gewährt. Anspruch auf sie hat, wer die für die Beratung erforderlichen Mittel nach seinen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen nicht aufbringen kann. In diesem Fall besteht lediglich eine Selbstbeteiligung in Höhe von 10.- € für das gesamte außergerichtliche Verfahren.

Einen Beratungshilfeschein erhalten Sie beim für Sie zuständigen Amtsgericht bei der Rechtsantragstelle. Für den Erhalt eines Berechtigungsscheines müssen Sie Ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse nachweisen. Bringen Sie deshalb alle hierzu notwendigen Unterlagen neuesten Datums mit, wie z.B. Verdienstbescheinigung, Arbeitslosengeld- oder Sozialhilfebescheid, Mietvertrag, Bescheinigungen über Zahlung von Schulden und sonstigen Verbindlichkeiten etc.

Fragen Sie Ihren Rechtsanwalt vor der Beauftragung, ob er Sie auf Beratungshilfebasis berät oder vertritt.

Autor: Rechtsanwalt Daniel Zeeb



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