Wechsel von der privaten Krankenversicherung in die gesetzliche Krankenversicherung - Rechtsanwältin Schäfer

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Rechtsanwältin Susanne Schäfer zum Thema Wechsel von der privaten Krankenversicherung in die gesetzliche Krankenversicherung


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Wechsel von der privaten Krankenversicherung in die gesetzliche Krankenversicherung

Abstract
Grundsätzlich können Personen, die privat krankenversichert sind, nicht in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren. Jedoch ist ein Wechsel von der privaten Krankenversicherung in die gesetzliche Krankenversicherung möglich, wenn bei der Person Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung eintritt. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn sich der (jährliche) Arbeitsverdienst unter eine bestimmte Grenze verringert, so beispielsweise aufgrund einer Reduzierung der Arbeitszeit bzw.

Grundsätzlich können Personen, die privat krankenversichert sind, nicht in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren. Jedoch ist ein Wechsel von der privaten Krankenversicherung in die gesetzliche Krankenversicherung möglich, wenn bei der Person Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung eintritt. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn sich der (jährliche) Arbeitsverdienst unter eine bestimmte Grenze verringert, so beispielsweise aufgrund einer Reduzierung der Arbeitszeit bzw. einer Änderung des Arbeitsverhältnisses in ein Teilzeitarbeitsverhältnis.

Wenn diese Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung eintritt, kann die Person (der Versicherungsnehmer/Versicherungsnehmerin) ihre private Krankenversicherung kündigen. Hierbei sind jedoch die mit dem privaten Krankenversicherer vertraglich vereinbarten Kündigungsfristen (geregelt in den Versicherungsbedingungen zu beachten).

Soweit privat Krankenversicherte, die nach den gesetzlichen Vorschriften in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig werden, können sich jedoch unter bestimmten, gesetzlich geregelten Voraussetzungen auf Antrag von der Versicherungspflicht befreien lassen. Dieser Antrag ist innerhalb von 3 Monaten nach Beginn der Versicherungspflicht bei der Krankenkasse zu stellen. Dadurch kann somit ein bestehender privater Krankenversicherungsschutz auch dann beibehalten werden, wenn nach den gesetzlichen Regelungen eigentlich Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung besteht.

Allerdings ist insbesondere für privat Krankenversicherte in fortgeschrittenem Alter die Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung von Vorteil, da die von ihnen in der gesetzlichen Krankenversicherung zu zahlenden Beiträge im Vergleich zu privaten Krankenversicherungen meist niedriger wären.

Privat Krankenversicherte sollten jedoch darauf achten, dass ein Wechsel von der privaten Krankenversicherung in die gesetzliche Krankenversicherung gesetzlich ausgeschlossen ist, wenn ein privat Krankenversicherter, der nach Vollendung des 55. Lebensjahres nach den gesetzlichen Regelungen eigentlich versicherungspflichtig wäre, jedoch in den letzten 5 Jahren vor Eintritt der Versicherungspflicht nicht gesetzlich versichert war und mindestens die Hälfte dieser Zeit versicherungsfrei, von der Versicherungspflicht befreit oder als hauptberuflich selbstständig Erwerbstätiger nicht versicherungspflichtig war. In diesem Fall wäre die Person, auch wenn nach den gesetzlichen Regelungen eigentlich Versicherungspflicht eintreten würde, gleichwohl versicherungsfrei, sodass ein Wechsel von der privaten Krankenversicherung in die gesetzliche Krankenversicherung nicht mehr möglich wäre.

Autor: Rechtsanwältin Susanne Schäfer



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