Praktiker / Max-Bahr: Soll ich in eine Transfergesellschaft wechseln ? - Rechtsanwalt Porkert

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Rechtsanwalt LL.M.Eur. Sascha Porkert zum Thema Praktiker / Max-Bahr: Soll ich in eine Transfergesellschaft wechseln ?


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Praktiker / Max-Bahr: Soll ich in eine Transfergesellschaft wechseln ?

Abstract
Frage: Was ist eine Transfergesellschaft und soll ich dorthin wechseln?

Eine Transfergesellschaft soll das alte Arbeitsverhältnis ohne Kündigungsschutz zugunsten des Arbeitgebers beenden.
In der Transfergesellschaft erhalten Sie allerdings meist nur einen Bruchteil des früheren Arbeitslohns. Laut Information des Tagesspiegels vom 05.11.2013 strebt z.B. die für die Steuerung der sechs Transfergesellschaften des Praktikers zuständige Project Consult GmbH (PCG) einen Durchschnittswert zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt von 70 Prozent an.

Frage: Was ist eine Transfergesellschaft und soll ich dorthin wechseln?

Eine Transfergesellschaft soll das alte Arbeitsverhältnis ohne Kündigungsschutz zugunsten des Arbeitgebers beenden.
In der Transfergesellschaft erhalten Sie allerdings meist nur einen Bruchteil des früheren Arbeitslohns. Laut Information des Tagesspiegels vom 05.11.2013 strebt z.B. die für die Steuerung der sechs Transfergesellschaften des Praktikers zuständige Project Consult GmbH (PCG) einen Durchschnittswert zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt von 70 Prozent an. Dazu soll es individuelle Förderungen wie z.B. Berufsberatungen sowie auch Bewerbungstraining bis hin zur Teilnahme von Betreuern an Bewerbungsgesprächen geben.

Hierzu sind wir der Meinung, dass es oftmals für die betroffenen Arbeitnehmer vorteilhafter wäre, den der PCG zugedachten Betrag für deren Dienstleistung besser direkt an die Arbeitnehmer zu zahlen.
Auch sollen die 4.000 Minijobber laut jüngsten Pressemitteilungen des Tagesspiegels vom 05.11.2013 nicht in die Transfergesellschaft nicht wechseln können.
Gerade die Ausgaben für Unternehmensberatungen in der Vergangenheit wären aber nach unserer Ansicht auch besser eingespart und zugunsten aller Mitarbeiter investiert worden.
Ähnliches gilt für die 30 Millionen Euro mit welchen der Insolvenzverwalter laut der vorgenannten Pressemitteilung die sechs Transfergesellschaften unterstützen will.

Abgesehen von der Möglichkeit der Kündigungsschutzklage kann es sich aber schon rechnerisch lohnen nicht in eine Transfergesellschaft zu wechseln, sondern bis zum letztmöglichen Tag mit vollem Gehalt bei Praktiker zu arbeiten als in die Transfergesellschaft zu wechseln.
Auch ist der Übergang zur Transfergesellschaft meist damit verbunden, dass Sie die Möglichkeit eines Kündigungsschutzantrages (nötig für die Abfindung!) ausschließen.
Selbst wenn Sie daher beabsichtigen in die Transfergesellschaft zu wechseln, so sollten Sie diese vertragliche Vereinbarung nicht ohne vorherige Beratung unterschreiben um etwaige Nachteile – auch beim Ar-beitslosengeld – zu vermeiden.

Autor: Rechtsanwalt LL.M.Eur. Sascha Porkert



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