Auswirkung der Einkommenssteuerreform auf Immobilienverkäufe - Rechtsanwalt Porta

Juristische Bibliothek auf anwalt-seiten.de - Fachartikel von Anwältinnen und Anwälten auf anwalt-seiten.de

Rechtsanwalt Dominic John Patrick Porta zum Thema Auswirkung der Einkommenssteuerreform auf Immobilienverkäufe


Das könnte Sie auch interessieren:
Räumungsklagen gegen betagte Mieter

Oder sehen Sie unter folgenden Stichworten nach:

Auswirkung der Einkommenssteuerreform auf Immobilienverkäufe

Abstract
Der Entwurf zur Einkommenssteuerreform, die am 01. Januar 2015 in Kraft treten soll, wird auch steuerliche Auswirkungen auf Immobiliengeschäfte haben, die nach diesem Zeitpunkt getätigt werden.

Von der Einkommenssteuerreform betroffen ist in diesem Zusammenhang die Wertzuwachssteuer (Plusvalía) bei Hausverkäufen. Die Wertzuwachssteuer ist die Steuer, die man auf die Differenz zwischen Kaufpreis und Verkaufspreis zahlt.

Der Entwurf zur Einkommenssteuerreform, die am 01. Januar 2015 in Kraft treten soll, wird auch steuerliche Auswirkungen auf Immobiliengeschäfte haben, die nach diesem Zeitpunkt getätigt werden.

Von der Einkommenssteuerreform betroffen ist in diesem Zusammenhang die Wertzuwachssteuer (Plusvalía) bei Hausverkäufen. Die Wertzuwachssteuer ist die Steuer, die man auf die Differenz zwischen Kaufpreis und Verkaufspreis zahlt. Auch wenn der eigentliche Steuersatz geringer sein soll als aktuell, kann es dennoch zu Nachteilen aufgrund von Unterschieden bei der Berechnung der zu zahlenden Steuer kommen. Bisher und noch bis Ende 2014 wird beim Kaufpreis eine sog. Inflationskorrektur vorgenommen. Hat man z.B. im Jahr 2000 eine Immobilie für 150.000,- € erworben, so wird der für die Wertzuwachssteuer maßgeblich Kaufpreis nach noch geltendem Einkommenssteuerrecht wegen der Inflationskorrektur mit 188.400,- € veranschlagt. Wird die Immobilie im Jahr 2014 für 200.000,- € verkauft, sind davon 11.600.- € zu versteuern (200.000,- € - 188.400,- €). Wird die gleiche Immobilie nach dem 01. Januar 2015 verkauft, findet eine Inflationskorrektur nicht mehr statt und es müssten 50.000,- € versteuert werden (200.000,- € - 150.000,- €), was einen nicht zu vernachlässigenden Unterschied ausmacht.

Noch gravierender ist der Unterschied beim Verkauf von vor langer Zeit erworbener Immobilien, da die Reform die Steuervergünstigungen für Immobilien, die vor 1994 erworben wurden, vollständig aufhebt. Verkauft man also im nächsten Jahr z.B. ein Haus, das im Jahr 1980 für 9.000,- € erworben wurde, zu einem Verkaufspreis von 245.000,- €, so ist die volle Differenz, mithin 236.000,- € zu versteuern. Verkauft man das gleiche Haus zum gleichen Preis noch im Jahr 2014, sind – nach Anwendung der Inflationskorrektur und den Steuervergütungen für vor 1994 erworbene Immobilien – lediglich 15.359,- € zu versteuern.

Da die Wertzuwachssteuer nicht nur bei Immobilienverkäufen anfällt, gilt Vorbenanntes auch für Aktien, Fonds oder andere Vermögenswerte entsprechend. Nicht erfasst hingegen sind Immobilien, die von den Eigentümern selber als Hauptwohnung verwendet werden, sofern der aus dem Hausverkauf erzielte Gewinn in die neue Hauptwohnung reinvestiert wird.

Stand: 07/2014

Autor: Rechtsanwalt Dominic John Patrick Porta



Das könnte Sie auch interessieren:
Räumungsklagen gegen betagte Mieter

Oder sehen Sie unter folgenden Stichworten nach:


Die hier veröffentlichten Informationen stellen lediglich allgemeine Hinweise dar. Durch die Zurverfügungstellung dieser Informationen kommt weder ein Vertrag mit dem Leser zustande, noch kann hierdurch eine fundierte rechtliche Beratung ersetzt werden. Es wird keine Haftung übernommen im Hinblick auf Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen. Alle Rechte verbleiben beim Autor, eine Wiedergabe über egal welches Medium bedarf der Erlaubnis.

Anwaltskosten berechnen Suchen in unserer Fachbibliothek Online Rechtsberatung mit AnwaltOnline