Kündigung Arbeitsvertrag - Rechtsanwalt Barke

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Rechtsanwalt Matthias Barke zum Thema Kündigung Arbeitsvertrag


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Kündigung Arbeitsvertrag

Abstract
Die Kündigung bedarf der Schriftform und sollte innerhalb von drei Wochen noch Zugang rechtlich überprüft werden.

Bei den heutigen Arbeitslosenzahlen und den schlechten Aussichten auf den Erhalt eines neuen Arbeitsplatzes, ist die Frage nach dem Vorliegen einer ordnungsgemäßen Kündigung des Arbeitsverhältnisses sowie die dem einzelnen Arbeitnehmer dagegen zustehenden rechtlichen Mittel von elementarer Bedeutung. Ein großer Teil der Arbeitnehmer nimmt die Kündigung hin, ohne sich ausreichenden rechtlichen Rat eingeholt zu haben. Die Arbeitnehmer sind dann nach Erhalt einer Kündigung frustriert und wollen nichts mehr mit dem Arbeitgeber zu tun haben. Lediglich der unverzüglichen Meldepflicht bei der Agentur für Arbeit wird nachgekommen. Dabei existieren eine Vielzahl von Arbeitnehmerschutzgesetzen. Die Kündigung bedarf zu ihrer Wirksamkeit zwingend der Schriftform und ist an vorgeschriebene Kündigungsfristen gebunden, die individualvertraglich, durch Tarifvertrag oder durch Gesetz geregelt sind. Durch eine nicht ordnungsgemäße Kündigung kann das Arbeitsverhältnis nicht beendet werden. Für die Geltendmachung der Rechtsunwirksamkeit der Kündigung ist es erforderlich, dass der Arbeitnehmer innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung Klage beim Arbeitsgericht erhebt. Nach Ablauf der Dreiwochenfrist gilt die Kündigung als von Anfang an rechtswirksam, gleichgültig gegen welche Vorschriften sie verstößt. Für Arbeitnehmer in Betrieben mit mehr als fünf Beschäftigten, wenn ihr Arbeitsverhältnis vor dem 31.12.2003 begonnen hat und in Betrieben mit mehr als 10 Beschäftigten, wenn ihr Arbeitsverhältnis nach dem 31.12.2003 begonnen hat, ist eine Kündigung auch dann rechtsunwirksam, wenn sie sozial ungerechtfertigt ist. Sozial ungerechtfertigt ist die Kündigung, wenn sie nicht durch Gründe, die in der Person oder dem Verhalten des Arbeitnehmers liegen, oder durch dringende betriebliche Erfordernisse, die eine Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers in diesem Betrieb entgegenstehen, bedingt ist. Sobald der Betrieb die gesetzliche Mindestanzahl von Arbeitnehmern aufweist, kann dem einzelnen Arbeitnehmer also nur wirksam gekündigt werden, wenn die Kündigung sozial gerechtfertigt ist. Die Voraussetzungen der sozialen Rechtfertigung der Kündigung hat der Arbeitgeber im Prozess darzulegen und zu beweisen. Der Gesetzgeber hat also durch das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) einen erheblichen Schutz für den Bestand des Arbeitsverhältnisses normiert. Im Rahmen des Prozesses kann dem Arbeitnehmer dann auch eine Abfindung zugesprochen werden. Von daher kann jedem gekündigten Arbeitnehmer nur dringend angeraten werden, die Kündigung rechtlich überprüfen zu lassen.

Autor: Rechtsanwalt Matthias Barke



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