Familienrecht

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Scheidung und Wohnwert Rechtsanwalt Eric Schendel
30.10.2020, zuletzt überarbeitet 30.10.2020

Wer mietfrei im Eigenheim lebt, hat sich beim Unterhalt einen Wohnwert anrechnen zu lassen. Dieser bestimmt sich bis zur Scheidung nach der Miete für vergleichbaren Ersatzwohnraum. Danach wird die ortsübliche Vergleichsmiete in Ansatz gebracht. 

Wer also bis zur Scheidung nicht auszieht, der hat entweder mehr Unterhalt zu zahlen oder bekommt weniger Unterhalt. 

Von diesem Wohnwert können quasi nur noch die Kosten der Hausverwaltung und die Kosten des Geldverkehrs bei einer Eigentumswohnung abgezogen werden, bei einem Haus jedoch nicht. 

Der Weg zur einvernehmlichen Scheidung  Rechtsanwalt Mark Kischko
08.10.2020, zuletzt überarbeitet 08.10.2020

Der Weg zur einvernehmlichen Scheidung 

Die Trennung von Eheleuten ist in der heutigen Zeit leider oftmals anzutreffen. Vor diese Situation ge­stellt müssen die Eheleute eine Vielzahl von rechtlichen, aber auch tatsächlichen Problemen lösen.

Auch wenn in der Öffentlichkeit und der Berichterstattung der Medien häufig ein negatives Bild von Ehescheidungen gezeichnet wird, entspricht dies nicht immer der Realität, denn in der Scheidungskultur ist immer mehr eine einvernehmliche Ehescheidung auszumachen.

Rechtsanwältin Maria U. Lottes zum Thema Eherecht: Im EU-Ausland wirksam geschlossene Minderjährigenehe kann üblicherweise nicht aufgehoben werden Rechtsanwältin Maria U. Lottes
23.09.2020, zuletzt überarbeitet 23.09.2020

Eine im EU-Ausland nach dem dort geltenden Recht (hier: Bulgarien) wirksam geschlossene Ehe unter Beteiligung eines Minderjährigen kann im Regelfall nicht nach deutschem Recht aufgehoben werden. Anderenfalls würde das ansonsten verletzte Recht der Ehegatten u.a. auf Freizügigkeit innerhalb der EU zur Annahme einer schweren Härte führen.

Das Umgangsrecht des biologischen Vaters Rechtsanwältin Helicia H. Herman
01.11.2016, zuletzt überarbeitet 01.11.2016

Gemäß § 1686 a BGB hat der biologische - jedoch nicht rechtliche - Vater, der ernsthaftes Interesse an dem Kind zeigt, ein Umgangsrecht, wenn der Umgang dem Kindeswohl dient.

Die Vorschrift beinhaltet drei Voraussetzungen, die kumulativ erfüllt sein müssen:

Kinder haben Anspruch auf mehr Unterhalt - Die neue „Düsseldorfer Tabelle" seit dem 1. Januar 2016 – Rechtsanwältin Helicia H. Herman
22.01.2016, zuletzt überarbeitet 01.11.2016

Das Oberlandesgericht Düsseldorf gibt in regelmäßigen Abständen eine sog. „Düsseldorfer Tabelle“ heraus. Gerichte in Deutschland bemessen Unterhaltsansprüche von Kindern hiernach. Die Tabelle gliedert sich in Einkommensstufen (der Unterhaltspflichtigen) und in Altersklassen der Kinder. Bei den regelmäßigen Überarbeitungen werden Unterhaltssätze angehoben und aktuellen Gegebenheiten angepasst. Die Erhöhung der Bedarfssätze beruht auf der Verordnung zur Festlegung des Mindestunterhalts minderjähriger Kinder nach § 1612a BGB (Mindestunterhaltsverordnung). Die letzte Anhebung erfolgte zum 1.

Unterhalt bei Trennung und Scheidung Rechtsanwältin Helicia H. Herman
11.06.2015, zuletzt überarbeitet 01.11.2016

Nach einer Trennung (also während der Zeit bis zu einer Ehescheidung) erhält derjenige Ehepartner Unterhalt, der weniger Einkommen hat, ohne einen zusätzlichen Grund hierfür haben zu müssen. Die Berechnung des Unterhalts erfolgt auf Grundlage des sog. bereinigten Nettoeinkommens beider Ehepartner (also unter Abzug der vor dem Gesetz anerkannten Ausgaben, somit nicht sämtlicher Ausgaben!). Wichtig ist z.B., dass auch Zusatzzahlungen vom Arbeitgeber in die Berechnung mit einfließen, nicht nur das üblicherweise, monatliche Einkommen.