Ehen vor Gericht: Alles was Sie über Scheidung wissen müssen

Juristische Bibliothek auf anwalt-seiten.de - Fachartikel von Anwältinnen und Anwälten auf anwalt-seiten.de

Rechtsanwältin Martina Mainz-Kwasniok zum Thema Ehen vor Gericht: Alles was Sie über Scheidung wissen müssen

Top Schlagworte: Kinder Gericht Scheidung

an Rechtsanwältin Martina Mainz-Kwasniok schreiben

Ehen vor Gericht
Ich will sofort geschieden werden

Im Film \"Rosenkrieg\" liegen Kathleen Turner und Michael Douglas gemeinsam im Ehebett, als sie überraschend sagt: \"Ich will die Scheidung\". Das ist nach deutschen Vorstellungen abwegig, denn vor der Scheidung liegt die Trennung.

Daher ist es unmittelbar nach einer Trennung und gar vorher Energieverschwendung, sich mit der Frage zu befassen, ob man geschieden werden möchte. Die Antwort reift sowieso mit der Zeit.

Diese Grafik zum zeitlichen Ablauf eines Scheidungsverfahrens

können Sie sich im unteren Teil dieser Seite größer hochladen.
Wie lange dauert das Trennungsjahr?

Bevor Eheleute sich also überhaupt damit befassen sollten, ob ihrer Ehe formal und staatlich ein Ende gesetzt wird, müssen Tatsachen geschaffen werden. Sinn dieses \"Trennungsjahres\", das auch beliebig viel länger als ein Jahr dauern darf,ist, dass beide Seiten sich prüfen sollen, ob der Alltag ohne den Anderen wirklich die erhoffte positive Entwicklung in sich birgt.
Was kommt nach dem Trennungsjahr?

Wie läuft ein Scheidungsverfahren ab?

Gibt es eine Scheidung ohne Anwalt?

Antworten auf diese Fragen finden Sie hier: http://mainz-kwasniok.de/scheidung/

Um eine Scheidung beantragen oder aktiv im Scheidungsverfahren selbst Anträge stellen zu können, benötigt man zwingend einen Rechtsanwalt. Einen gemeinsamen Scheidungsanwalt gibt es nicht. Die Eheleute treten formal bei der Scheidung als gegnerische Parteien auf, auch wenn sie sich hinsichtlich der Scheidung und deren Folgen einig sind. In solchen Fällen kann es aber ausreichen, dass nur ein Ehegatte bei der Scheidung anwaltlich vertreten ist. Der andere Ehegatte sollte sich aber in jedem Fall mindestens einmal anwaltlich beraten lassen.

Wann bin ich endlich geschieden?
Die Dauer eines einverständlichen Scheidungsverfahrens hängt im wesentlichen davon ab, wie lange die Parteien benötigen, um ihre Rentenkonten zu klären - im Durchschnitt 6 bis 9 Monate nach Ablauf des Trennungsjahres.
Die Dauer eines streitigen Scheidungsverfahrens hängt davon ab, worüber und wie viel gestritten wird - das kann sich über zwei Instanzen durchaus mehrere Jahre hinziehen.
Darüber vergeht auch in der Regel die Dreijahresfrist, die derjenige Partner, der nicht geschieden werden möchte, für sich geltend machen kann.

Kann ich mich online scheiden lassen?
Eine Online-Scheidung kommt nur bei einverständlichen, d.h. unstreitigen Scheidungen in Betracht.
Ihr Partner muss nicht zustimmen. Aus jeder Online-Scheidung kann später ohne Mehrkosten ein ganz normales Mandat werden, wenn Sie es brauchen.
Hier geht es zu Ihrer Online-Scheidung: http://mainz-kwasniok.de/online-scheidung-und-online-beratung/

Was ist eine unstreitige Scheidung?
Im Idealfall nutzt man das \"Trennungsjahr\" zu Verhandlungen miteinander über die Scheidungsfolgesachen: Auflösung von Miteigentum und Schulden, Nutzung eines Eigenheimes, Hausrat, Unterhalt, Rentenausgleich, Vermögensaufteilung, Sorge- und Umgangsrecht. Gelingt dies, so ist die Scheidung als solche tatsächlich nur noch ein formaler Akt - eine sogenannte \"einverständliche Scheidung\". Diese ist entsprechend preiswerter, siehe unter Kosten, geht mit einem Anwalt - und geht schneller, siehe bei Ablauf eines Scheidungsverfahrens.

Gelingt dies nicht, so wird im sogenannten \"Scheidungsverbund\" durch einen Richter alles Streitige entschieden - erst danach darf die Ehe geschieden werden.

Scheidung in acht Schritten
1. Sie teilen mir mit, was Sie und Ihr Ehegatte in den letzten drei Monaten verdient haben. Ich berechne Ihnen die gesetzlichen Gebühren nach RVG, die Sie die Scheidung kosten wird. Ich berechne trotz meiner Spezialisierung nur die gesetzlichen Mindestgebühren.

2. Sie füllen meinen Fragebogen aus (wird per e-mail zugeschickt).

3. Sie schicken mir Ihre Original-Heiratsurkunde, Geburtsurkunden der gemeinsamen Kinder, den ausgefüllten Antrag für Ihren Rentenkontenklärung und evtl. notariellen Ehevertrag per Post oder scannen ihn ein. Kommt VKH in Frage, schicken Sie auch den ausgefüllten VKH-Antrag mit Belegen.

4. Sie erhalten per e-mail oder über Ihre persönliche WebAkte den Scheidungsantrag als Entwurf und geben Ihr OK dazu.

5. Vom Gericht erhalten Sie eine Rechnung über den Gerichtskostenvorschuss und überweisen dorthin.

6. Mir überweisen Sie meine Gebühren in bis zu drei Monatsraten, zinsfrei.

7. Findet Ihr Scheidungstermin im LG-Bezirk Aachen statt, begleite ich persönlich Sie ohne Mehrkosten.

8. Ich kümmere mich um den Rechtskraftvermerk für Ihren Scheidungsbeschluss.

PS.: Haben Sie Fragen zu Scheidungsfolgesachen (Geld / Kinder), rechne ich den Beratungsaufwand nach Zeit ab statt nach Streitwert.

Ihr Kontakt zu mir führt über meine Homepage www.familienrecht.ac

Sie können dort auch Ihre Scheidungskosten selbst berechnen.

Bitte beachten Sie, dass es dabei wirklich nur um die Kosten für den Antrag \"die Ehe zu scheiden\", geht.

Auseinandersetzungen um Geld oder Kinder sind nicht inclusive, sondern werden gesondert berechnet.




Durchsuchen



Artikel - Info

Datum: 18.11.2014
zuletzt überarbeitet: 18.11.2014
  344 mal gelesen.

Familienrecht

Rechtsanwältin Martina Mainz-Kwasniok
Aachener Kanzlei für Familienrecht
52066 Aachen
Permalink

Autor: Rechtsanwältin Martina Mainz-Kwasniok    an Rechtsanwältin Martina Mainz-Kwasniok schreiben

Gesetze zum Thema:
BGB § 1741
Bürgerliches Gesetzbuch
Zulässigkeit der Annahme

(1) Die Annahme als Kind ist zulässig, wenn sie dem Wohl des Kindes dient und zu erwarten ist, dass zwischen dem Annehmenden und dem Kind ein Eltern-Kind-Verhältnis entsteht. Wer an einer gesetzes- oder sittenwidrigen Vermittlung oder Verbringung eines Kindes zum Zwecke der Annahme mitgewirkt oder einen Dritten hiermit beauftragt oder hierfür belohnt hat, soll ein Kind nur dann annehmen, wenn dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist.

(2) Wer nicht verheiratet ist, kann ein Kind nur allein annehmen. Ein Ehepaar kann ein Kind nur gemeinschaftlich annehmen. Ein Ehegatte kann ein Kind seines Ehegatten allein annehmen. Er kann ein Kind auch dann allein annehmen, wenn der andere Ehegatte das Kind nicht annehmen kann, weil er geschäftsunfähig ist oder das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

BGB § 1751
Bürgerliches Gesetzbuch
Wirkung der elterlichen Einwilligung, Verpflichtung zum Unterhalt

(1) Mit der Einwilligung eines Elternteils in die Annahme ruht die elterliche Sorge dieses Elternteils; die Befugnis zum persönlichen Umgang mit dem Kind darf nicht ausgeübt werden. Das Jugendamt wird Vormund; dies gilt nicht, wenn der andere Elternteil die elterliche Sorge allein ausübt oder wenn bereits ein Vormund bestellt ist. Eine bestehende Pflegschaft bleibt unberührt. Für den Annehmenden gilt während der Zeit der Adoptionspflege § 1688 Abs. 1 und 3 entsprechend.

(2) Absatz 1 ist nicht anzuwenden auf einen Ehegatten, dessen Kind vom anderen Ehegatten angenommen wird.

(3) Hat die Einwilligung eines Elternteils ihre Kraft verloren, so hat das Familiengericht die elterliche Sorge dem Elternteil zu übertragen, wenn und soweit dies dem Wohl des Kindes nicht widerspricht.

(4) Der Annehmende ist dem Kind vor den Verwandten des Kindes zur Gewährung des Unterhalts verpflichtet, sobald die Eltern des Kindes die erforderliche Einwilligung erteilt haben und das Kind in die Obhut des Annehmenden mit dem Ziel der Annahme aufgenommen ist. Will ein Ehegatte ein Kind seines Ehegatten annehmen, so sind die Ehegatten dem Kind vor den anderen Verwandten des Kindes zur Gewährung des Unterhalts verpflichtet, sobald die erforderliche Einwilligung der Eltern des Kindes erteilt und das Kind in die Obhut der Ehegatten aufgenommen ist.

BGB § 1593
Bürgerliches Gesetzbuch
Vaterschaft bei Auflösung der Ehe durch Tod

§ 1592 Nr. 1 gilt entsprechend, wenn die Ehe durch Tod aufgelöst wurde und innerhalb von 300 Tagen nach der Auflösung ein Kind geboren wird. Steht fest, dass das Kind mehr als 300 Tage vor seiner Geburt empfangen wurde, so ist dieser Zeitraum maßgebend. Wird von einer Frau, die eine weitere Ehe geschlossen hat, ein Kind geboren, das sowohl nach den Sätzen 1 und 2 Kind des früheren Ehemanns als auch nach § 1592 Nr. 1 Kind des neuen Ehemanns wäre, so ist es nur als Kind des neuen Ehemanns anzusehen. Wird die Vaterschaft angefochten und wird rechtskräftig festgestellt, dass der neue Ehemann nicht Vater des Kindes ist, so ist es Kind des früheren Ehemanns.


Die hier veröffentlichten Informationen stellen lediglich allgemeine Hinweise dar. Durch die Zurverfügungstellung dieser Informationen kommt weder ein Vertrag mit dem Leser zustande, noch kann hierdurch eine fundierte rechtliche Beratung ersetzt werden. Es wird keine Haftung übernommen im Hinblick auf Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen. Alle Rechte verbleiben beim Autor, eine Wiedergabe über egal welches Medium bedarf der Erlaubnis.