Scheidung - besser human als infam!

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Rechtsanwalt Mag. rer. publ. Johannes Hakes zum Thema Scheidung - besser human als infam!

Top Schlagworte: Kinder Scheidung Trennung

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Scheiden tut weh. Und wer diesen Schritt unternimmt, geht durch mehrere Stadien. Denn: Scheidung besteht nicht nur aus dem Gerichtsverfahren, sondern ist ein langer Prozess. Da ist zunächst die Zeit vor der Scheidung: Wenigstens ein Ehepartner ist unzufrieden und muss eine schwierige Entscheidung treffen. Es folgt die Zeit der eigentlichen Scheidung und schließlich die Zeit danach.
Hier biete ich meinen Mandanten eine Rundumbetreuung, wenn sie eine solche wünschen.
Aufgrund meiner beruflichen Erfahrung als Fachanwalt weiß ich, dass eine Scheidung nicht immer nur eine juristische Begleitung, sondern auch komplexe sonstige Hilfestellungen erfor-dert. Die juristische Klärung ist die eine Seite, die wirtschaftliche Klärung die andere. Häufig übersehen - und somit vernachlässigt! - wird aber die dritte Seite - die emotionale und psy-chologische Komponente.
Das Bild des guten Scheidungsanwaltes hat sich deshalb geändert. Die Anforderungen an die juristische Fachkenntnis und Erfahrung eines Fachanwaltes im Scheidungsrecht wird als bekannt vorausgesetzt. Hierüber gibt es Basisinformationen über die Voraussetzungen, den Ablauf und die Auswirkungen der Scheidung sowie die Höhe der Scheidungskosten. Hinzu kommt das taktisch günstige Vorgehen. Denn: Jede Trennung hat ihrer Besonderheiten.
Wirtschaftlich werden die Parteien bereits in manchen Fällen beraten, häufig aber nur in den Grundfragen wie Unterhalt oder Zugewinn.
Wichtig ist meines Erachtens jedoch ebenfalls die Hilfestellung in anderen Punkten und damit die Beantwortung von Fragen wie: Wann kann ich meine Kinder sehen? Was ist, wenn die Kleinen in Not sind bzw. krank werden? Wie halte ich den Kontakt zu meinem Nachwuchs am besten? Wie wird das mit der Ehewohnung oder dem gemeinsamen Haus geregelt? Wie sieht meine wirtschaftliche Zukunft insgesamt aus? Wie schaffe ich alles als Alleinerziehende? Oder: Muss ich eigentlich zum reinen „Zahlvater“ degradiert werden?
Eine einvernehmliche Trennung ist übrigens selbst dann noch möglich, wenn zwischendurch der Rosenkrieg schon beinahe ausgebrochen ist. Insbesondere wenn Kinder vorhanden sind, sollte der Blick zurück nicht ausschließlich zornerfüllt sein, denn über den Nachwuchs wird - auch nach der Scheidung - immer ein Kontakt bestehen bleiben.
Deshalb ist es Aufgabe des Rechtsanwaltes, Schriftsätze von unnötiger Schärfe oder gar ver-letzenden Fakten, die für das eigentliche Ziel der Scheidung der Ehe und die Regelung der Folgesachen nicht notwendig ist, frei zu halten.
Bei der Auswahl des richtigen Anwaltes sollte daher - gerade im Scheidungs- und insgesamt im Familienrecht - vor allem darauf geachtet werden, dass neben der rein fachlich-juristisch¬en auch die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit des jeweiligen Vorgehens und deren menschliche Auswirkungen auf den Mandanten mit berücksichtigt werden.




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Datum: 08.09.2006
zuletzt überarbeitet: 19.10.2015
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Familienrecht

Rechtsanwalt Mag. rer. publ. Johannes Hakes
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47798 Krefeld
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Autor: Rechtsanwalt Johannes Hakes    an Rechtsanwalt Mag. rer. publ. Johannes Hakes schreiben

Gesetze zum Thema:
BGB § 1741
Bürgerliches Gesetzbuch
Zulässigkeit der Annahme

(1) Die Annahme als Kind ist zulässig, wenn sie dem Wohl des Kindes dient und zu erwarten ist, dass zwischen dem Annehmenden und dem Kind ein Eltern-Kind-Verhältnis entsteht. Wer an einer gesetzes- oder sittenwidrigen Vermittlung oder Verbringung eines Kindes zum Zwecke der Annahme mitgewirkt oder einen Dritten hiermit beauftragt oder hierfür belohnt hat, soll ein Kind nur dann annehmen, wenn dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist.

(2) Wer nicht verheiratet ist, kann ein Kind nur allein annehmen. Ein Ehepaar kann ein Kind nur gemeinschaftlich annehmen. Ein Ehegatte kann ein Kind seines Ehegatten allein annehmen. Er kann ein Kind auch dann allein annehmen, wenn der andere Ehegatte das Kind nicht annehmen kann, weil er geschäftsunfähig ist oder das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

BGB § 1751
Bürgerliches Gesetzbuch
Wirkung der elterlichen Einwilligung, Verpflichtung zum Unterhalt

(1) Mit der Einwilligung eines Elternteils in die Annahme ruht die elterliche Sorge dieses Elternteils; die Befugnis zum persönlichen Umgang mit dem Kind darf nicht ausgeübt werden. Das Jugendamt wird Vormund; dies gilt nicht, wenn der andere Elternteil die elterliche Sorge allein ausübt oder wenn bereits ein Vormund bestellt ist. Eine bestehende Pflegschaft bleibt unberührt. Für den Annehmenden gilt während der Zeit der Adoptionspflege § 1688 Abs. 1 und 3 entsprechend.

(2) Absatz 1 ist nicht anzuwenden auf einen Ehegatten, dessen Kind vom anderen Ehegatten angenommen wird.

(3) Hat die Einwilligung eines Elternteils ihre Kraft verloren, so hat das Familiengericht die elterliche Sorge dem Elternteil zu übertragen, wenn und soweit dies dem Wohl des Kindes nicht widerspricht.

(4) Der Annehmende ist dem Kind vor den Verwandten des Kindes zur Gewährung des Unterhalts verpflichtet, sobald die Eltern des Kindes die erforderliche Einwilligung erteilt haben und das Kind in die Obhut des Annehmenden mit dem Ziel der Annahme aufgenommen ist. Will ein Ehegatte ein Kind seines Ehegatten annehmen, so sind die Ehegatten dem Kind vor den anderen Verwandten des Kindes zur Gewährung des Unterhalts verpflichtet, sobald die erforderliche Einwilligung der Eltern des Kindes erteilt und das Kind in die Obhut der Ehegatten aufgenommen ist.

BGB § 1593
Bürgerliches Gesetzbuch
Vaterschaft bei Auflösung der Ehe durch Tod

§ 1592 Nr. 1 gilt entsprechend, wenn die Ehe durch Tod aufgelöst wurde und innerhalb von 300 Tagen nach der Auflösung ein Kind geboren wird. Steht fest, dass das Kind mehr als 300 Tage vor seiner Geburt empfangen wurde, so ist dieser Zeitraum maßgebend. Wird von einer Frau, die eine weitere Ehe geschlossen hat, ein Kind geboren, das sowohl nach den Sätzen 1 und 2 Kind des früheren Ehemanns als auch nach § 1592 Nr. 1 Kind des neuen Ehemanns wäre, so ist es nur als Kind des neuen Ehemanns anzusehen. Wird die Vaterschaft angefochten und wird rechtskräftig festgestellt, dass der neue Ehemann nicht Vater des Kindes ist, so ist es Kind des früheren Ehemanns.


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