§ 177 StGB - Wann und wie ist eine sexuelle Nötigung/Belästigung oder Vergewaltigung strafbar?

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Rechtsanwalt Thomas M. Amann zum Thema § 177 StGB - Wann und wie ist eine sexuelle Nötigung/Belästigung oder Vergewaltigung strafbar?

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Freiheitsstrafe von nicht unter 1 Jahr...

Bestraft wird nach § 177 StGB, wer eine andere Person mit Gewalt, durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder unter Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer der Einwirkung des Täters schutzlos ausgeliefert ist, nötigt, sexuelle Handlungen des Täters oder eines Dritten an sich zu dulden oder an dem Täter oder einem Dritten vorzunehmen.

Freiheitsstrafe von nicht unter 2 Jahren...

In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter mit dem Opfer den Beischlaf vollzieht oder ähnliche sexuelle Handlungen an dem Opfer vornimmt oder an sich von ihm vornehmen läßt, die dieses besonders erniedrigen, insbesondere, wenn sie mit einem Eindringen in den Körper verbunden sind (Vergewaltigung), oder die Tat von mehreren gemeinschaftlich begangen wird.

Freiheitsstrafe von nicht unter 3 Jahren...

Auf Freiheitsstrafe von nicht unter drei Jahren ist zu erkennen, wenn der Täter eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug bei sich führt, sonst ein Werkzeug oder Mittel bei sich führt, um den Widerstand einer anderen Person durch Gewalt oder Drohung mit Gewalt zu verhindern oder zu überwinden, oder das Opfer durch die Tat in die Gefahr einer schweren Gesundheitsschädigung bringt.

Freiheitsstrafe von nicht unter 5 Jahren...

Auf Freiheitsstrafe von nicht unter fünf Jahren ist zu erkennen, wenn der Täter bei der Tat eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug verwendet oder das Opfer bei der Tat körperlich schwer mißhandelt oder durch die Tat in die Gefahr des Todes bringt.

Freiheitsstrafe von nicht unter 10 Jahren oder
lebenslange Freiheitsstrafe...

Verursacht der Täter durch die sexuelle Nötigung oder Vergewaltigung wenigstens leichtfertig den Tod des Opfers, so ist die Strafe lebenslange Freiheitsstrafe oder Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren.




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Artikel - Info

Datum: 14.01.2008
zuletzt überarbeitet: 14.01.2008
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Strafrecht

Rechtsanwalt Thomas M. Amann
Amann Krasel Koch Rechtsanwälte
64283 Darmstadt
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Autor: Rechtsanwalt Thomas M. Amann

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