Verdachtskündigung bei gelöschten Daten

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Rechtsanwalt Alexander Meyer zum Thema Verdachtskündigung bei gelöschten Daten

Top Schlagworte: Arbeitnehmer Daten Dateien

Werden auf der Festplatte des Arbeitsplatzcomputers Dateien gefunden, deren Besitz strafbar ist, kann dies eine außerordentliche Verdachtskündigung rechtfertigen. Dies auch dann, wenn allein eine Liste von solchen strafrechtlich relevanten Dateinamen gefunden werden, da ein solcher Fund den dringenden Tatverdacht wesentlich bestärkt. Nicht entscheidend ist insbesondere, ob die Dateien noch auffindbar oder gelöscht worden sind, denn es ist gerade sicher, dass die Dateien tatsächlich auf dem Computer vorhanden waren. Der betroffene Arbeitnehmer müsste konkret darlegen können, dass andere für das Vorhandensein der fraglichen Dateien verantwortlich sind. Die Verdachtskündigung kann auch dann aufrecht erhalten werden, wenn es wegen des Inhalts der Festplatte tatsächlich nicht zur Anklage oder zu einem Strafbefehl kommt, es sei denn das Verfahren wurde wegen erwiesener Unschuld eingestellt. (LArbG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 26.03.2009 - Az. 2 Sa 776/08)




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Datum: 11.05.2010
zuletzt überarbeitet: 11.05.2010
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Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Alexander Meyer
anwaltsbüro47
86150 Augsburg
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Autor: Rechtsanwalt Alexander Meyer

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