Vereinfachung im Kirchensteuerabzugsverfahren

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Rechtsanwalt Christian von der Linden, Dipl.-Kfm. zum Thema Vereinfachung im Kirchensteuerabzugsverfahren

Top Schlagworte: Gesellschafter Verfahren Kapitalgesellschaften

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Kapitalgesellschaften sind seit Beginn des Jahres 2015 verpflichtet neben der Kapitalertragsteuer auch die darauf entfallende Kirchensteuer einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen.

Hierzu ist es notwendig die so genannten Kirchensteuerabzugsmerkmale (KiStAM) beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) abzurufen. Bislang mussten sich die Gesellschaften selbst elektronisch für dieses Verfahren beim BZSt registrieren. Eine Vertretungsmöglichkeit, beispielsweise durch einen Steuerberater, bestand nicht.

Dies wurde nun vereinfacht: Zwar müssen Kapitalgesellschaften auch weiterhin die KiStAM ihrer Gesellschafter in Erfahrung bringen, jedoch kann mittlerweile auch ein Dritter, z.B. Steuerberater oder IT-Dienstleister, die Abfrage vornehmen. Hierzu müssen die Gesellschaften lediglich einen Papierantrag ausfüllen und unterzeichnet an das BZSt senden. Der Antrag ist nur für diejenigen Gesellschaften erforderlich, die bisher noch nicht am Verfahren teilnehmen.

Die eigenständige Registrierung der Gesellschaft beim BZSt bleibt weiterhin möglich.

Zukünftig ist weiterhin eine gesetzliche Änderung dahingehend geplant, dass Unternehmen ihre Gesellschafter nur noch einmalig und nicht wie bislang verpflichtend jährlich auf die Datenabfrage beim BZSt hinweisen müssen.




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Datum: 21.10.2015
zuletzt überarbeitet: 21.10.2015
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Steuerrecht

Rechtsanwalt Christian von der Linden, Dipl.-Kfm.
vdLP von der Linden & Partner mbB, Rechtsanwälte, Steuerberater
93049 Regensburg
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HGB § 112
(1) Ein Gesellschafter darf ohne Einwilligung der anderen Gesellschafter weder in dem Handelszweige der Gesellschaft Geschäfte machen noch an einer anderen gleichartigen Handelsgesellschaft als persönlich haftender Gesellschafter teilnehmen.(2) Die Einwilligung zur Teilnahme an einer anderen Gesellschaft gilt als erteilt, wenn den übrigen Gesellschaftern bei Eingehung der Gesellschaft bekannt ist,...
HGB § 125a
(1) Auf allen Geschäftsbriefen der Gesellschaft gleichviel welcher Form, die an einen bestimmten Empfänger gerichtet werden, müssen die Rechtsform und der Sitz der Gesellschaft, das Registergericht und die Nummer, unter der die Gesellschaft in das Handelsregister eingetragen ist, angegeben werden. Bei einer Gesellschaft, bei der kein Gesellschafter eine natürliche Person ist, sind auf den Geschäft...
HGB § 159
(1) Die Ansprüche gegen einen Gesellschafter aus Verbindlichkeiten der Gesellschaft verjähren in fünf Jahren nach der Auflösung der Gesellschaft, sofern nicht der Anspruch gegen die Gesellschaft einer kürzeren Verjährung unterliegt.(2) Die Verjährung beginnt mit dem Ende des Tages, an welchem die Auflösung der Gesellschaft in das Handelsregister des für den Sitz der Gesellschaft zuständigen Gerich...

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