Betreuung

Fachartikel zum Rechtsbegriff / Schlagwort
Gerichtlich angeordnete Betreuung zur Realisierung der Alltagskompetenz Rechtsanwalt Mark Kischko
17.03.2014, zuletzt überarbeitet 17.03.2014

Menschen, die aufgrund Krankheit, Behinderung oder anderen Gründen der Einschränkung der Alltagskompetenz nicht in der Lage sind, Entscheidungen zu treffen, Behördengänge und Formulare zu erledigen, sich den alltäglichen Streiten mit Sozialleistungsträgern oder Dritten zu stellen, können aufgrund einer Mitteilung bei der Betreuungsbehörde durch Dritte oder auch auf eigenen Wunsch einen Betreuer beigeordnet bekommen. Hierbei ist zu unterscheiden, ob eine Fremd- oder Eigenentscheidung über die Notwendigkeit einer Betreuung erforderlich ist.

Kindesunterhalt bei hälftiger Betreuung (Wechselmodell) Barunterhaltspflicht bei volljährigen Kindern Rechtsanwältin Gabriele Lindhofer
17.10.2010, zuletzt überarbeitet 17.10.2010

Eltern, die sich gut verstehen, vereinbaren oft, dass das gemeinsame Kind bzw. Kinder nach der Trennung der Eltern jeweils hälftig von den Eltern betreut wird. Dabei stellt sich die Frage, wie es sich nun mit dem Kindesunterhalt verhält. Am Besten ist es, wenn die Eltern eine Vereinbarung treffen über den Kindesunterhalt und die Verteilung des Kindergeldes. Wenn z.B. ein Partner wesentlich mehr verdient, wird er trotz gegenseitiger hälftiger Betreuung doch noch bereit sein, Kindesunterhalt zu bezahlen.

Betreuungsunterhalt eingeschränkt Rechtsanwältin Dr. Heidi Gacek
08.04.2009, zuletzt überarbeitet 08.04.2009

Seit dem 01.01.2008 kann ein geschiedener Ehegatte vom anderen wegen der Pflege und Erziehung eines gemeinsamen Kindes für mindestens drei Jahre nach der Geburt Unterhalt ver-langen. Über diesen Zeitraum hinaus kann der Betreuungsunterhalt verlängert werden, wenn dies unter Berücksichtigung der Gestaltung der Kinderbetreuung und der Erwerbstätigkeit in der Ehe und der Ehedauer der Billigkeit entspricht. Diese gesetzliche Neuregelung (bis zum 31.12.2007 bestand bis zum 1./2.

Unterhaltsanspruch der Frau auch über das dritte Lebensjahr des Kindes hinaus Rechtsanwalt Sebastian Windisch
26.01.2009, zuletzt überarbeitet 26.01.2009

Nach dem neuen Unterhaltsrecht seit dem 01.01.2008 erhält dem Grundsatz nach die Ehefrau Ehegattenunterhalt nur bis zu dem Zeitpunkt, in dem ein gemeinsames Kind das dritte Lebensjahr vollendet hat. Nach dem dritten Lebensjahr des Kindes besteht grundsätzlich eine Verpflichtung der Frau, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Von diesem Grundsatz gibt es jedoch Ausnahmen.