Erbe

Fachartikel zum Rechtsbegriff / Schlagwort
"Erben macht nicht immer Freude!" oder "Ausschlagen oder nicht ausschlagen ... das ist hier die Frage". Rechtsanwalt Helmut F. Schade
07.08.2015, zuletzt überarbeitet 07.08.2015

Mit dem Tode des Erblassers ...

... geht der gesamte Nachlass auf die oder den Erben über. Allerdings gehören zum Nachlass häufig auch Schulden, von denen der Erbe vielleicht nichts weiß.

Zunächst sind da die Erbfallschulden, also die Schulden, die durch den Erbfall selbst bzw. durch den Tod des Erblassers ausgelöst werden. Hierzu gehören insbesondere die Kosten der Beerdigung.

Vorsicht bei Schwarzgeld im Nachlass - Erben müssen schnell handeln! Rechtsanwalt Thorsten S. Wacha II
02.07.2015, zuletzt überarbeitet 02.07.2015

Auch in einem Erbfall besteht die Gefahr für Erben, sich der Steuerhinterziehung strafbar zu machen. Dabei schützt auch hier Unwissenheit nicht vor Strafe. Wer als Erbe Schwarzgeld im Vermögen hat, muss mit einem Strafverfahren rechnen. Die Steuerfahndung ist entsprechend auf diese Konstellationen vorbereitet. Erben sind daher gut beraten, den Nachlass auf Schwarzgeld zu untersuchen. Bei einem diesbezüglichen Fund ist dies unverzüglich den zuständigen Behörden zu melden.

Berliner Testament – Never For Ever Rechtsanwalt Ralf Maus
28.03.2014, zuletzt überarbeitet 28.03.2014

Schließen die Ehegatten ein sog. „Berliner Testament“, muss dies nicht bis in alle Zeiten gelten. Eine Abänderung ist möglich.

Unter dem Berliner Testament wird ein gemeinschaftliches Testament von Ehegatten verstanden. Die Ehegatten setzen sich gegenseitig als Alleinerben ein. Häufig werden dann Kinder oder andere Personen als Schlusserben eingesetzt, d.h. als Erben des überlebenden Ehegatten. Was ist, wenn sich nach vielen Jahren ein Ehegatte nicht mehr daran halten möchte. Kann er vom gemeinsamen Testament zurücktreten?

Vorsicht vor Ausschlagung aus allen Berufungsgründen. Rechtsanwalt Dr. Michael Zecher
17.02.2012, zuletzt überarbeitet 17.02.2012

Ein Erbe auszuschlagen kann sinnvoll sein, wenn die Schulden höher sind als die Vermögensbestände. Vorsicht geboten ist aber bei einer so genannten „Ausschlagung aus allen Berufungsgründen“. Es wird oft übersehen, dass eine Erbenstellung auf gesetzlicher Erbfolge oder auf einem Testament beruhen kann. Die Ausschlagung sollte daher ausdrücklich auf den jeweiligen Berufungsgrund beschränkt werden, anderenfalls droht der Verlust der gesamten Erbschaft, gleich aus welchem Rechtsgrund: