Fahrzeug

Fachartikel zum Rechtsbegriff / Schlagwort

Suchen


Unfallflucht - Der Tatbestand des unerlaubten Entfernens vom Unfallort § 142 StGB Rechtsanwalt Michael D. Pfefferl
01.08.2007, zuletzt überarbeitet 01.06.2016

Der § 142 StGB gehört mit zu den umstrittensten des Strafgesetzbuches, da er auschließlich die Sicherung von privatrechtlichen Ansprüchen bezweckt.

Kollision zweier rückwärts ausparkender Fahrzeuge wenn eines im Zeitpunkt der Kollision bereits steht Rechtsanwalt Andreas Kugel
13.02.2016, zuletzt überarbeitet 13.02.2016

Die für die Anwendung eines Anscheinsbeweises gegen einen Rückwärtsfahrenden erforderliche Typizität des Geschehensablaufs liegt regelmäßig nicht vor, wenn beim rückwärtigen Ausparken von zwei Fahrzeugen aus Parkbuchten eines Parkplatzes zwar feststeht, dass vor der Kollision ein Fahrzeugführer rückwärts gefahren ist, aber nicht ausgeschlossen werden kann, dass ein Fahrzeug im Kollisionszeitpunkt bereits stand, als der andere – rückwärtsfahrende -Unfallbeteiligte mit seinem Fahrzeug in das Fahrzeug hineingefahren ist.

Unfallflucht nicht immer Obliegenheitsverletzung Rechtsanwalt Joachim Thiele
02.02.2013, zuletzt überarbeitet 02.02.2013

Der BGH hat entschieden, dass ein Verstoß gegen § 142 Abs. 2 StGB (nicht unverzügliche Ermöglichung nachträglicher Feststellungen nach zunächst erlaubtem Entfernen vom Unfallort) nicht in jedem Falle zugleich eine vorsätzliche Verletzung der Aufklärungsobliegenheit gegenüber dem Fahrzeugversicherer beinhaltet, die zu dessen Leistungsfreiheit führt.

Fahrzeugschein im Handschuhfach? - Versicherer muss wegen grober Fahrlässigkeit nicht bezahlen? Rechtsanwältin Gabriele Lindhofer
19.09.2010, zuletzt überarbeitet 19.09.2010

In der Vergangenheit musste der Fahrzeugversicherer nicht beim Diebstahl eines Fahrzeuges zahlen, wenn der Fahrzeugschein dauerhaft im Handschuhfach des Fahrzeugs aufbewahrt wurde. Das würde früher per se immer als ein grob fahrlässiges Herbeiführen des Versicherungsfalles angesehen.

Keine Kürzung des Nutzungsausfalles Rechtsanwältin Dipl. jur. Gabriele Jodl
04.07.2008, zuletzt überarbeitet 04.07.2008

Im Regelfall wird eine Nutzungsausfallentschädigung bei der Unfallregulierung erstattet. Der Geschädigte kann diese Schadensposition für den Zeitraum geltend machen, in dem ihm sein Fahrzeug wegen des Unfalles nicht zur Verfügung steht. Dies gilt sowohl für die Reparaturdauer, als auch für die Wiederbeschaffungsdauer eines adäquaten Ersatzfahrzeugs.

Die Höhe richtet sich bundesweit einheitlich nach der Tabelle von Sanden/Danner/Küppersbusch, in der fast alle Kraftfahrzeuge verzeichnet und in unterschiedliche Kategorien aufgeteilt sind.