Steuerhinterziehung

Fachartikel zum Rechtsbegriff / Schlagwort
Die Anzeigepflicht des Notars und das Steuerstrafrecht Rechtsanwalt Frank M. Peter
24.03.2016, zuletzt überarbeitet 24.03.2016

Nicht selten kommt es vor, dass etwas in der GmbH oder AG passiert und das Finanzamt davon gerne Mitteilung hätte.

Die wichtigen Normen sind (für das Finanzamt) der § 17 EStG und (für den Notar) der § 54 EStDV.

54 EStDV bestimmt, dass Notare verpflichtet sind, dem nach § 20 AO zuständigen Finanzamt vor allem über die Gründung, Kapitalerhöhung oder -herabsetzung, Umwandlung oder Auflösung von Kapitalgesellschaften oder die Verfügung über Anteile an Kapitalgesellschaften betreffende Urkunden jeweils eine beglaubigte Abschrift zu übersenden.

Es war einmal das „große Ausmaß“ der Steuerhinterziehung in Höhe von 100.000 Euro Rechtsanwalt Frank M. Peter
24.03.2016, zuletzt überarbeitet 24.03.2016

Die Steuerhinterziehung, geregelt in § 370 Abgabenordnung, sieht im Regelstrafrahmen Freiheitsstrafe bis 5 Jahren oder Geldstrafe vor.

Gemäß § 370 Abs. 3 Abgabenordnung erhöht sich bei besonders schweren Fällen der Strafrahmen auf Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis 10 Jahren.

Wann ein besonders schwerer Fall vorliegt, ist im Gesetz zum Teil beispielhaft aber nicht abschließend aufgezählt.

Ein in der Praxis häufig vorkommender Fall, ist die Hinterziehung in \"großem Ausmaß\" (Regelbeispiel).

Vorsicht bei Schwarzgeld im Nachlass - Erben müssen schnell handeln! Rechtsanwalt Thorsten S. Wacha II
02.07.2015, zuletzt überarbeitet 02.07.2015

Auch in einem Erbfall besteht die Gefahr für Erben, sich der Steuerhinterziehung strafbar zu machen. Dabei schützt auch hier Unwissenheit nicht vor Strafe. Wer als Erbe Schwarzgeld im Vermögen hat, muss mit einem Strafverfahren rechnen. Die Steuerfahndung ist entsprechend auf diese Konstellationen vorbereitet. Erben sind daher gut beraten, den Nachlass auf Schwarzgeld zu untersuchen. Bei einem diesbezüglichen Fund ist dies unverzüglich den zuständigen Behörden zu melden.

Steuerhinterziehung Rechtsanwalt Marcel Meyer
23.07.2014, zuletzt überarbeitet 23.07.2014

Steuerhinterziehung! Welche Möglichkeiten habe ich als mutmaßlicher Täter?

Man konnte es in allen Medien mit verfolgen können, die Steuerfahnder in NRW hatten wieder eine Daten CD für 3,5 Millionen Euro erworben.
Auch die Affaire \"Höneß\" zeigte, welche Ausmaße es annehmen kann, wenn hohe Beträge am Fiskus vorbeigeschleust werden.

Dadurch geraten nicht nur die Personen in Generalverdacht, die ihre unversteuerten Gelder u.a. nach Liechtenstein, Luxemburg und in die Schweiz transferiert haben.

Steuerhinterziehung und Restschuldbefreiung im Insolvenzverfahren Rechtsanwalt Diplom-Kaufmann Christian von der Linden
24.05.2012, zuletzt überarbeitet 03.02.2014

Natürliche Personen können unter bestimmten Bedingungen im Insolvenzverfahren Restschuldbefreiung sechs Jahre nach Eröffnung für die noch offenen Schulden erlangen. Ausgenommen davon sind Verbindlichkeiten aus vorsätzlich unerlaubter Handlung, wenn die Gläubiger diesen Forderungsgrund ausdrücklich bei der Anmeldung ihrer Forderungen im Insolvenzverfahren angegeben haben.