Unfallverursachers

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Auffahrunfall, Haftungsquote, Quote Rechtsanwalt Jürgen Held
20.04.2014, zuletzt überarbeitet 20.04.2014

Lieber Leser,

Das Landgericht Osnabrück hat in dem von mir vertretenen Verfahren 2013 entschieden, dass bei einem Auffahrunfall der Beteiligte eines auffahrenden Fahrzeuges, welches das Dritte in der Kette nach dem Unfallverursacher war, noch 2/3 seines Schadens ersetzt erhält, selbst wenn das erste und das zweite Fahrzeug nach dem Unfallverursacher noch bremsen und ohne aufzufahren anhalten konnten.

Voraussetzung ist allerdings, dass sich das Fahrverhalten des Unfallverursachers als grob verkehrswidrig und rücksichtslos darstellt.

Schuldanerkenntnis nach Unfall Rechtsanwalt Wolfgang Schehl
24.11.2008, zuletzt überarbeitet 24.11.2008

Die Aussage \"Ich bin schuld und meine Versicherung wird das übernehmen\" direkt nach einem Autounfall verpflichtet zu nichts.

Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf in einem nun veröffentlichten Urteil entschieden. Eine solche Aussage spiele allenfalls bei der Beweiskette als Indiz eine Rolle, die Aussage sei jedoch kein bindendes Schuldanerkenntnis, das automatisch die Haftung nach sich ziehe.

Unmittelbar nach dem Unfall wolle ein darin verwickelter Fahrer häufig \"unüberlegt die Gegenseite beruhigen\".