Zahlungsunfähigkeit

Fachartikel zum Rechtsbegriff / Schlagwort
Haftung von GmbH-Geschäftsführern in der Krise Rechtsanwältin Katharina Lieben-Obholzer
09.01.2020, zuletzt überarbeitet 09.01.2020

Grundsätzlich haften Geschäftsführer gegenüber der Gesellschaft ab dem Eintritt der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung (Insolvenzreife) für jede geleistete Zahlung. Nur Zahlungen, die nach § 64 Satz 2 GmbHG mit der "Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmanns" vereinbar sind, lösen keine Haftung aus.

1. Pflichten des Geschäftsführers bei Eintritt der Insolvenzreife

Eine kurze Übersicht über die Vorenthaltung von Arbeitnehmerbeiträgen zur Sozialversicherung nach 266a StGB Rechtsanwalt Frank M. Peter
24.03.2016, zuletzt überarbeitet 24.03.2016

Nicht selten kommt es vor, dass der Arbeitgeber in finanzielle Engpässe gerät und abwägen muss, welche Forderungen er primär bedienen sollte.

Sehr oft werden zunächst die Forderungen der Gläubiger erfüllt, von deren Zulieferungen oder Wohlwollen der Fortbestand des Geschäfts abhängt. Dabei wird regelmäßig übersehen, dass die Nichtabführung der Arbeitnehmerbeiträge an die Sozialkassen als Beitragsvorenthaltung strafbar ist.

Wer sich um das sinkende Schiff kümmert, kann sich haftbar machen Rechtsanwalt Cornel Pottgiesser
05.03.2015, zuletzt überarbeitet 05.03.2015

Bundesgerichtshof bestätigt die Haftung des faktischen Geschäftsführers auch nach Novellierung der Insolvenzordnung

Eine leider nicht seltene Situation: Dem Unternehmen, hier einer GmbH geht es schlecht. Der im Handelsregister eingetragene Geschäftsführer kommt seinen Verpflichtungen nur sehr mäßig nach. Ein langjähriger Angestellter springt in die Bresche und handelt für das Unternehmen, um es zu retten. Es kommt wie es kommen muss: Die Rettung misslingt, das Unternehmen wird zahlungsunfähig und ein Insolvenzverfahren eröffnet.

Rückforderung von Gehältern durch den Insolvenzverwalter Rechtsanwältin Kerstin Lautenschlager
22.07.2009, zuletzt überarbeitet 29.07.2009

Gemäß § 130 Inso können Zahlungen vom Insolvenzverwalter bei kongruenter Deckung angefochten werden.

In zeitlicher Hinsicht sind nur Zahlungen in Gefahr, die in den letzten 3 Monaten vor dem Insolvenzantrag geleistet wurden.

Zusätzlich zur bestehenden Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers müsste der Arbeitnehmer diese gekannt haben bzw. nach § 130 Abs. II Inso zumindest die Umstände, die zwingend auf diese Zahlungsunfähigkeit schließen lassen.