Erstkontakt ohne Hürde

Keine Angst vor dem „Erstkontakt“!

Für viele Rechtssuchende stellt die erste Kontaktaufnahme zum Rechtsanwalt eine große Hürde dar. Insbesondere besteht die Sorge, mit unkalkulierbaren Kosten konfrontiert zu werden. Jeder seriöse Rechtsanwalt wird jedoch vor Annahme eines Auftrags den potentiellen Mandanten über die voraussichtlich anfallenden Kosten und sein Vorgehen informieren. Rechtssuchende sollten sich nicht scheuen, dem Rechtsanwalt ihre sämtlichen Fragen hierzu vor Erteilung eines Mandats zu stellen. Als Dienstleister wird der Rechtsanwalt kein Problem damit haben.

Erstberatungsgebühr

Erstberatungsgebühr

Der Erstkontakt zur Schilderung des Anliegens kann telefonisch oder schriftlich per E-Mail erfolgen. Am bestens stellt der potentielle Mandant bereits hier die Frage nach den möglicherweise anfallenden Kosten. Auch ein persönliches Gespräch in der Kanzlei ist möglich, je nach Besonderheiten des Falls und Präferenzen von Mandant und Rechtsanwalt.

Kommt der Anwalt aufgrund der Schilderung zu dem Ergebnis, in dem Fall tätig werden oder einen konkreten Rat oder eine Auskunft erteilen zu können, wird er dies dem Mandanten mitteilen und seine erste Einschätzung abgegeben. Hierfür  fällt dann eine sog. Erstberatungsgebühr an. Im Rahmen einer solchen Erstberatung kann auch eine erste Prüfung und Einschätzung zu den Erfolgsaussichten eines beabsichtigten Rechtsstreits, evtl. nach Zusendung entsprechender Unterlagen, erfolgen.

Die Höhe der Erstberatungsgebühr ist - ebenso wie alle anderen Gebühren, die ein Rechtsanwalt berechnen darf - im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) geregelt. Für Verbraucher fällt eine maximale Erstberatungsgebühr von 190,00€ zzgl. Mehrwertsteuer an.

Weitere Abrechnung nach dem RVG, auf Stundenbasis oder Pauschalvergütung?

Welche Abrechnungsvariante jeweils geeignet ist, wird der Anwalt mit dem Mandanten bei einem ersten Kontakt besprechen.

RVG –Rechtsanwaltsvergütungsgesetz

Wenn nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde, erfolgt die Abrechnung der Rechtsanwaltskosten nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Dieses enthält eine Gebührentabelle, aus der sich die Kosten ergeben, je nach Streitwert, anwaltlichen Tätigkeiten, gerichtlichem oder außergerichtlichem Verfahren und weiteren Sachverhalten.

Die Kosten nach Streitwert können Sie mit unserem RVG Prozesskostenrechner online berechnen.

Pauschalhonorar

Grundsätzlich ist es möglich,  ein Pauschalhonorar im Sinne eines Festpreises zu vereinbaren.
Die Vereinbarung eines Pauschalhonorars bietet sich beispielsweise für die Erstellung von Testamenten, Verträgen oder AGB an, ebenso für Abmahnungen.

Stundenhonorar

Bei komplizierten Sachverhalten wird häufig ein fester Stundensatz vereinbart. Insbesondere Großkanzleien rechnen fast ausschließlich auf diese Weise ab. Der Rechtsanwalt informiert den Mandanten dann  regelmäßig über die angefallenen Stunden und Kosten.

Stand-By-Service

Für kleinere und mittelständische Unternehmen bieten viele Rechtsanwaltskanzleien ein sog. Stand-By-Model an. Im Rahmen einer Honorarvereinbarung wird dabei ein Festbetrag als Honorar für einen bestimmten Zeitraum vereinbart. In diesem Zeitraum steht der Rechtsanwalt für sämtliche juristische Fragestellungen zur Verfügung, die im Arbeitsalltag des Unternehmens auftreten. Fragen können dann schnell telefonisch oder per E-Mail geklärt werden.

Für jeden Fall und jeden Mandanten wird sich ein passendes Modell finden lassen. Kein Rechtssuchender sollte aus Furcht vor Kosten auf eine notwendige juristische Beratung verzichten. Zudem besteht in vielen Fällen ein Anspruch auf Erstattung der Kosten für die Rechtsberatung, entweder durch den Gegner (z.B. bei Verkehrsunfällen) oder aber eine bestehende Rechtsschutzversicherung. Auch hierzu kann der Rechtsanwalt beraten.

Stand-By-Service